1,4 Millionen Euro für Mainburger Pflegeeinrichtung
Innovatives Wohn- und Pflegeprojekt ist Gewinn für die Stadt Mainburg
28.09.2023, 16:43 Uhr
Grund zur Freude in Mainburg: Der Freistaat fördert ein innovatives Wohn- und Pflegeprojekt, welches der Caritas Kreisverband Kelheim zusammen mit der Firma Clever Wohnen Quartiersentwicklung entwickelt. Kelheims Landtagsabgeordnete Petra Högl (CSU) überbrachte die gute Nachricht, dass das geplante „Zentrum für gutes Leben im Alter“ (GULIA) auf dem Areal der Mainburger Köglmühle mit bis zu 1,37 Millionen Euro aus dem „PflegesoNah“-Programm gefördert wird.
v.l.n.r. Theresa Baum von der Caritas, Caritas-Vorstandsvorsitzender Hubert König, MdL Petra Högl, Walter Büchl, Bürgermeister Helmut Fichtner, Christian Köglmeier & Michael Büchl von der Clever Wohnen Quartiersentwicklung GmbH in Kelheim - Foto: WallnerBEZAHLBARER WOHNRAUM UND BETREUUNGSANGEBOT ENTSTEHEN IN TOP-LAGE
Auf dem Areal der Köglmühle soll ein breites Pflegeangebot der Caritas entstehen. Hubert König, Vorstandsvorsitzender des Caritas Kreisverbandes Kelheim, schildert: „GULIA ist eine perfekte Ergänzung für das bereits vorhandene Pflegeangebot der Caritas und eine Bereicherung für Mainburg. Unter anderem entstehen 20 Plätze in der Tagespflege sowie 12 Wohneinheiten mit ambulanter Pflege“. Durch ein Begegnungszentrum mit Gartenanlage, das von allen Mainburgerinnen und Mainburgern genutzt werden darf, soll Einsamkeit im Alter vorbeugen und Raum für Bildung und Freizeit schaffen.
Ergänzt wird das Angebot der Caritas durch 22 moderne, barrierefrei gestaltete Wohnungen. Diese werden durch die sogenannte „Einkommensorientierte Förderung“ auch für einkommensschwächere Menschen, in diesem Projekt für Rentner, bezahlbar geschaffen. Hierzu trägt nicht nur die Miete bei, welche die marktübliche Miete erheblich unterschreitet, sondern auch die deutlich geringeren Nebenkosten des modernen, energieeffizienten Gebäudes. „Durch die Bauweise nach KFW40 NH Standard hat das Gebäude selbst einen sehr niedrigen Energiebedarf. Diesen versuchen wir durch nachhaltige Technologien, wie einer PV-Anlage oder die Nutzung von regenerativen Energien, zu decken“, erklärt Michael Büchl von Clever Wohnen. Zudem soll die sogenannte zweite Miete, das heißt zwangsläufig entstehende Nebenkosten, niedrig gehalten werden. Beispielsweise wird den Bewohnern ein kostenloser Internetzugang zur Verfügung gestellt.
NÄCHSTE SCHRITTE – SO GEHT ES MIT DEM PROJEKT WEITER
Mainburgs Bürgermeister, Helmut Fichtner, betonte, dass durch das Projekt ein echter Mehrwert für Mainburg geschaffen werde. Auch wenn man sich aktuell noch in der Bauleitplanung befinde, werde man hier nichts unnötig auf die lange Bank schieben. „Es gilt noch ein paar Hürden zu nehmen, aber wir sind auf einem guten Weg“, so Fichtner.