MdL Petra Högl: „Gute Lösung für Ökolandwirte erreicht“

Landtag macht Weg für praxisgerechtere Düngeregeln frei

13.08.2026
MdL Petra Högl mit den Landtagsabgeordneten Björn Jungbauer (l.) und Thorsten Schwab (r.) im Gespräch mit Biolandbauern aus Unterfranken in Gadenheim
MdL Petra Högl mit den Landtagsabgeordneten Björn Jungbauer (l.) und Thorsten Schwab (r.) im Gespräch mit Biolandbauern aus Unterfranken in Gadenheim

Erfolg für mehr Praxisnähe im Ökolandbau: Der Landwirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, das Düngeverfahren „Cut and Carry“ künftig analog zu Festmist von Huf- und Klauentieren sowie Kompost einzustufen. Damit folgt der Ausschuss einem Antrag der CSU-Landtagsfraktion, den die Kelheimer Landtagsabgeordnete Petra Högl, agrarpolitische Sprecherin der CSU-Landtagsfraktion, gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen eingebracht hatte.

 „Gute landwirtschaftliche Praxis darf nicht an starren Vorgaben scheitern. Die Argumente für Cut and Carry haben uns überzeugt. Deshalb haben wir die Initiative ergriffen“, erklärt Högl. Bei „Cut and Carry“ wird Klee oder Luzerne gemäht und anschließend auf einer anderen Ackerfläche als natürlicher Dünger ausgebracht. Besonders für Ökobetriebe ohne eigene Tiere ist das eine einfache und nachhaltige Form der Düngung.

Bislang wird „Cut and Carry“-Material düngerechtlich wie Gülle behandelt, wodurch für die Ausbringung eine Sperrfrist ab 1. Oktober gilt. Der Landwirtschaftsausschuss hat nun einstimmig die Staatsregierung aufgefordert, das Verfahren künftig analog zu Festmist und Kompost einzustufen. Damit ist ein wichtiger Schritt für eine praxisgerechtere Regelung erreicht. Den Anstoß für die Initiative gaben Gespräche von Petra Högl mit Praktikern bei einem Ortstermin mit Biolandwirten in Unterfranken. Daraus entstand der parlamentarische Antrag, der nun die einstimmige Unterstützung aller Fraktionen des Landwirtschaftsausschusses erhielt.